Pressespiegel
Erst die Presse, dann der Spiegel
Die Presse hat ihre Augen und Ohren überall. Sie berichtet über Ereignisse auf allen Gebieten, weltweit und regional. Trotz journalistischer Sachlichkeit ist die Berichterstattung individuell gefärbt. Die Mannigfaltigkeit der Darstellungen macht einen Pressespiegel unverzichtbar für Politik, Wirtschaft, Sport und Kultur. Die einzelnen Artikel in den unterschiedlichen Print- und elektronischen Medien bilden die Basis für die Erstellung eines Pressespiegels. Er ist eine Artikelsammlung, die in umfassender Form als Informationsquelle ein wichtiges Arbeitsmittel für die Marktforschung von Firmen darstellt, einen Überblick über öffentliche Meinungen gibt und Trends aufzeigt.
Die Reflektion der Sichtweisen
Der Pressespiegel ist keine Erfindung heutiger Zeit. Waren es ursprünglich Ausschnitte aus Artikeln, werden heute ganze Abhandlungen gesammelt, um sie betriebsintern oder privat zu nutzen. In ihrer Gesamtheit spiegeln die Beiträge ein Ereignis von verschiedenen Seiten wider, ermöglichen somit einen fast lückenlosen Überblick. Medienbeobachtung ist längst zu einer wichtigen Dienstleistung geworden. Viele Unternehmen arbeiten mit einer eigenen Pressestelle, die u.a. für den internen Pressespiegel zuständig ist. Doch bereits im 19. Jahrhundert gab es so genannte Ausschnittdienste, die die Nachrichtenblätter auf bestimmte Themen hin untersuchten und entsprechende Veröffentlichungen sammelten, ausschnitten und aufklebten. Inzwischen bietet auch das Internet Möglichkeiten gezielter Volltextsuche. Zeitungsarchive sind digital zugänglich und erleichtern die Medienbeobachtung. In den Schulen werden Wandzeitungen zu bestimmten Themen erstellt, Pressespiegelchen mit pädagogischem Hintergrund.
Vielseitig im Einsatz
Bei fast allen Ereignissen – Theaterpremieren, Ausstellungseröffnungen, politischen Zusammenkünften, Preisverleihungen, sportlichen Veranstaltungen oder auch beim Jubiläum eines Kleingartenvereins – Pressevertreter fehlen nicht. Sind sie nicht ohnehin offiziell zugelassen oder eingeladen, dann sind sie findig genug, um dennoch dem Informationsbedürfnis der Öffentlichkeit Rechnung zu tragen. Dabei ist ein besonderes Ereignis durchaus nicht immer von internationalem Interesse. Begebenheiten von nationaler oder regionaler Bedeutung werden in gleicher Weise verarbeitet. Die Medienbeobachtung ist vielschichtig, so wie die Medien selbst umfangreicher und spezieller geworden sind. Einen kleinen, fast althergebrachten Pressespiegel kann man im morgendlichen Rundfunk- oder Fernsehprogramm erleben, wenn der Moderator zu einem oder mehreren Ereignissen aus bekannten Journalen Ansichten zitiert unter Nennung der jeweiligen Gazette. Den politisch umfangreichsten Pressespiegel enthält die Kanzlermappe mit der täglichen Sammlung weltweiter, gedruckter Meinungsäußerung.
Aufgepasst
Die Vervielfältigung und Verbreitung von Artikeln unterliegt dem Urhebergesetz. Privat oder für den internen Gebrauch von Firmen stellt das keine Informationseinschränkung dar. Die Medien beobachten die Welt und die Medien selbst werden ebenfalls beobachtet. Und wer in den Spiegel, in den Pressespiegel schaut, begeht damit noch keine Ungesetzlichkeit. Er darf nur nicht unerlaubt herumgereicht werden.
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